Kilometerstand 113.738 Tageszähler 466 (3Tage)
Dieses mal nur ein Bild vom Essen vom nächsten Stellplatz gibt es wieder eines.

Vorgestern in der Früh sind wir also weiter in Richtung Lofoten gefahren. Unser Erstes Ziel war Kabelvag. Hier gibt es ein Freilichtmuseum eines alten Fischerdorfs. Es zeigt die Unterkünfte der Fischer und das Bootshaus sowie eine Schmiede. Als Kontrast zu den einfachen Fischerhütten, in denen die acht Männer in zwei Stockbetten schlafen mussten, steht daneben das Herren Haus. Prachtvolle große Räumlichkeiten mit wunderschönen Möbel. Wie schon immer ging es den Chefs besser! Hat sich ja bis heute nichts verändert.
Dann ging es an die Küste zu einem kleinen Spaziergang in Eggum. Wir konnten endlich das offene europäische Nordmeer sehen. Als extra Anreiz wird ein Skulpturenpark angepriesen. Es handelt sich allerdings um eine Sandsteinbüste und das wars. Der Weg war dafür ein echtes Highlight. Wunderschön angelegt und direkt am Wasser.
Weiter ging es nach Borg zum Wikingermuseum. Übernachtet haben wir vor der Schule, um zehn Uhr als das Museum öffnete waren wir auch schon dort. Es handelt sich um eines von zwölf Wikingerdörfern das hier rekonstruiert wurde. Vor allem das mächtige Langhaus hat uns sehr beindruckt. Auch hier wurde uns das Leben der Wikinger sehr anschaulich näher gebracht. Man kann auch mit einem Nachbau eines Wikingerschiffs einige Runden im Fijod drehen. Bei Wind wird gesegelt bei Flaute muss man rudern.
Weiter ging es dann bis zum Ende der E10 nach A auf den Lofoten. Die Fahrt war wieder ein absolutes Highlight. Das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite, und auf einmal waren wir nicht mehr so alleine auf der Straße. Ganz im Gegenteil alle Punkte wo man stehen bleiben kann , waren überfüllt. Der Reinebringen Wanderweg, den wir eigentlich raufgehen wollten war so voll mit Leuten, dass wir es vorzogen, dieses mal muss es ja nicht sein.
Wie gesagt die Fahrt war wunderschön. Hinter jeder Kurve war ein weiteres Fleckerl das noch schöner zu sein schien. Es gibt auch unzählige Tunnels, die meistens im Inneren den blanken Felsen zeigen, sieht irgend wie gruselig aus, vor allem wenn der Tunnel unter dem Meer durchführt und es von der Drecke Regnet!!
Wir gingen dann also in das Stockfisch Museum, was ein Volltreffer war. Seit über hundert Jahren wird in den Wintermonaten Dorsch gefischt und dann Luftgetrocknet. Der Stockfisch wird weltweit exportiert, wobei ein Hauptabnehmer Portugal ist. Ein Dokumentarfilm zeigt wie die Arbeit vor sich geht. Schaut auf alle Fälle sehr anstrengend aus!! Nach dem einfahren der Netze müssen die Fischer die Dorsche auch zum Trocknen vorbereiten. Also ausnehmen und dann zu Paaren am Schwanz zusammen binden. Die Köpfe werden extra verarbeitet und gehen vor allem nach Nigerien. Vorher werden allerdings noch die Zungen herausgeschnitten, sie sind eine Spezialität. Die Fischpaare werden dann an der frischen Luft aufgehängt und getrocknet. Sie müssen nicht behandelt werden weil es im Winter keine Insekten hier gibt. Eine andere Teil des Fangs wird gesalzen, ein Kilo Salz pro Kilo Fisch. Auch dieser Gesalzene Dorsch wird exportiert. Seit nunmehr drei Jahren, hat sich einges hier geändert. Denn der Dorsch hat sein Lebensgebiet nach Norden verlegt. Die Wassertemperatur ist einfach zu hoch. Die Anzahl hat sich extrem verringert. Das Stellt ein großes Problem für die Fischerei hier dar.
Für uns ging es dann zur Fähre nach Bodo. Zu unsere Überraschung mussten wir keine Wartezeit in Anspruch nehmen. Als wir ankamen, legte auch die Fähre an und wir hatten sofort einen Platz. In Bodo haben wir dann auch Übernachtet und heute sind wir auf der Straße siebzehn entlang der Küste weiter. Gleich in der Früh fuhren wir zu einem besonderen Naturschauspielt. In Saltstraumen gibt es einen Tidenhub von drei Meter der wunderschöne Wirbel erzeigt, alle 4 Stunden fließen vierhundert Millionen Kubikmeter Wasser hindurch. Wieder waren wir sehr beeindruckt was die Natur so alles macht.
Nach einem Spaziergang in Storvik haben wir noch die Gletscher Saltfjellet-Svartisen-Nationlpark gesehen. Sie liegen an einem Fijod und die Straße führt gegenüber der Gletscher vorbei und man sieht sie ganz genau. Die gesamte Fahrt heute war wieder total schön, die Fijordlandschaft hat uns in ihren Bann gezogen, wir sind Norwegen Fans geworden
Mit einer weitern Fähre erreichten wir unseren heutigen Stellplatz Lislvika Rastplatz.
Das Leben ist schön!




























